Nothing funny left to say…

Achja, die Gitarre und ich. Definitiv eine Liebesgeschichte. Aber wie das auch in der Liebe so ist – es gibt Höhen und Tiefen, Tage, an denen man nicht miteinander sprechen kann, wo es verflixt viel Kraft kostet und doch so wirkt, als würde man auf der Stelle treten.

Das Grundproblem ist – wie vermutlich bei ganz vielen Gitarrenanfängern und wahrscheinlich auch der Hauptgrund, warum viele nach anfänglichem Enthusiasmus das Handtuch schmeißen – dass man ungeduldig wird, glaubt, das lernt man doch nie, das Gefühl bekommt, es geht nicht voran … und somit etwas Spaß flöten geht.

Wenn dann auch noch, wie in meinem Fall, gefühlt jeder in meinem Umfeld ganz toll spielen kann, trägt das auch nicht gerade zum guten Selbstbild bei. So geschehen auf dem Chorwochenende Anfang Oktober und auf Sirkas Geburtstagsfeier. *seufz*

Frust… so viel, dass ich mich in dieser Woche sehr aufraffen musste, um zu üben. Prompt: Angebliche „einfache“ Schlagmuster wie der Balladenschlag klappten nicht auf Anhieb, wieder Frust. So sehr, dass ich gestern nicht mal Lust hatte, zum Unterricht zu gehen… es regnete und stürmte aber auch ganz fürchterlich.

Natürlich bin ich trotzdem gegangen – und irgendwie hat mich das wieder etwas besänftigt. Zum einen lief das Grundthema von „More than words“ schon ganz gut inklusive Percussionschlag (merke: Üben, üben, üben bringt was), zum anderen sind wir die Akkorde durchgegangen, die nach dem Grundthema kommen. Positiv die 1.: Viele kannte ich schon wie C7, G7, Am7, was Andreas toll fand. Positiv die 2.: Ich habe selber gemerkt, wie die Finger lernten, als ich vom „großen“ G zu D/F# wechseln übte. Erst dauerte das locker eine halbe Minute, dann konnte man zusehen, wie es flüssiger und flüssiger wurde. Ergo: Üben, üben, üben.

Auch schön, mal wieder neue Akkorde zu lernen, das erweitert die Möglichkeiten ja doch. Ich kann jetzt neu Bm7 (2.Bund), Cm, Em7 und eben diesen exotischen D/F# – jetzt heißt es, die Wechsel zu üben.

Ansonsten übe ich für mich zurzeit noch „Boulevard of broken dreams“ von Green Day, das wirklich einfache Akkorde hat und mal wieder ein Song war, der schnell gut klang. Kämpfe noch mit dem rockigen Rhythmus im Refrain.

Nachtrag:
Wie man beim Lesen dieses Eintrags feststellen kann, bin ich ja relativ ehrgeizig und möchte unbedingt besser werden. Und da kommt man auf der Gitarre wohl auch nicht um das Thema Musiktheorie herum. Einfaches Akkordeschrammeln, besonders die offenen, geht auch gut ohne, und man kann sich auch durch Akkorde stumpf auswendig lernen durchmogeln. Aber wie gesagt, der Ehrgeiz, mehr zu können, mehr zu machen…

Also habe ich mir das eBook von meinem Helden Justin gekauft, „Practical Music Theory“ – tja, die bisherigen guten Erfahrungen mit ihm und seinen Lehrmaterialien haben genug Vertrauen geschaffen, dass er mir das Thema näher bringen kann. So ganz unbedarft bin ich ja nicht, kann Dur von Moll unterscheiden, kenne mich mit Vorzeichen einigermaßen aus und dank seiner iPhone App sind auch die Noten auf dem Gitarrenhals kein Buch mit sieben Siegeln mehr.
Sehr weit bin ich mit dem eBook noch nicht, habe aber schon mit Erstaunen etwas über die Systematik der Noten auf den einzelnen Saiten gelernt, z. B. dass eine Note auf der 4. Saite (D-Saite) die gleiche Note oktaviert ist wie auf der 6. Saite, 2 Bünde tiefer. Beispiel: 5. Bund D-Saite = G, 3. Bund tiefe E-Saite = G (nur eine Oktave tiefer). Spannend!
Die Aufbereitung des eigentlich trockenen Themas macht Justin wieder sehr locker flockig (3 gay cats … :D) und ich denke, das war ein guter Kauf – auch wenn ich mir extra dafür ein PayPal-Konto zulegen musste….

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Kategorien: Üben Üben Üben, Übungsmaterial, Musiktheorie, Schwächen, Unterricht | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Nothing funny left to say…

  1. Mutti

    Mensch, Kristin! Du bist ja super ehrgezig geworden! Das kenne ich ja nicht so bei dir vor allem wenn ich an deine Gymnasialzeit denke! Nun, das ist wohl auch ein Unterschied. Jetzt lernst du für dich und dabei lernst du auch dich selber besser kennen. Die Geduld und die Beständigkeit kannst du dadurch (einfach so nebenbei) bei dir schön beobachten. Einfach weiter machen, liebe Kristin. ich freue mich schon darauf, dich hoffentlich bald wieder spielen zu hören.

    Bussi und liebe Grüße von Mutti

    • Daanke für deinen Kommentar! Hätte ich nur MEHR Zeit für all‘ das, was ich gerne können möchte und lernen will 😀 Aber stimmt, bin wirklich ehrgeizig und gerne frustriert, wenn es nicht so vorangeht, wie ich es möchte. Aber es muss Spaß machen.

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